Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

29. April 2009

Sofort alle in die Atemschutzbunker. Wir werden alle sterben

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:52
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Mal ein kleiner Zahlenvergleich am Rande.
Gestern Abend wurde in arte info mal erwähnt, dieses Jahr seien in Frankreich bis jetzt 16.000 Menschen an einer normalen Grippe gestorben. Und Okay, jährlich sterben 2500.000 bis 500.000 Menschen weltweit an Grippe. Aber das wird mal lieber nicht so groß in den ganzen Schweinegrippe-Hysterie-Berichte erwähnt.

Wenn man sich die „Nachrichten“ der hochqualitativen Medien anschaut – es herrscht akute Endzeitstimmung – mit Schlagzeilen wie „Schweinegrippe nicht zu stoppen“ Oh Gott alle in den Atemschutzbunker, möchte man aus Angst schon am liebsten zur nächsten Apotheke rennen und und einen Packen Atemschutzmasken kaufen, und eine Packung Pillen gleich dazu – oder doch lieber liefern lassen, als einen Schritt vor die Tür zu setzen. Die Schweinegrippe ist mal wieder ein gefundenes Fressen für die sensationsgeile Presse – bis die nächste Bank pleite geht…
Die WHO scheint mir auch schon seltsam sehr früh von einer Pandemie-Gefahr gesprochen zu haben. Die Regierungen machen auch fleißig mit, und fordern „drastische Maßnahmen“. (Ich warte noch auf einer globalen Schweingegrippe-Datei als Lösung, in der sämtliche Schritte jeden Einzelnen gesperichert werden…)
Dabei ist bis jetzt ist die Verbreitung des Virus eigentlich noch gering. Die Ausbreitung würde bei einer normalen Grippe wohl auch nicht anders verlaufen. Oh Gott, Reisende aus Mexiko haben sich infiziert – und bis auf einen Fall haben sie anscheinend nichtmal andere in ihren Heimatländern angesteckt. Witzig ist auch, es war schon seltsam, das es in Mexiko ca. 159 Todesfälle geben sollte, in den anderen Ländern zwar auch Fälle auftraten, welche aber alle glimpflich verliefen -warf doch einige Fragen auf, außerhalb Mexikos starb bis jetzt nur ein 23 jähriges mexikanisches Kind in Texas. Die bestätigten Todesfälle in Mexiko wurden von der WHO nun auf grandiose 7 runtergesetzt.
Dabei wurde doch zuerst hervorhehoben, wie aggressiv doch das Virus sei, und auch junge & gesunge Menschen werden krank.
Ich finde es auch nett vom Virus, dass das Medikament gegen Vogelgrippe, Tamiflu, auch dagegen helfen soll, womit sich nun alle mitsamt Atemschutzmasken eindecken, wofür die Regierungen Tausende von Euros ausgeben wollen. Den Herstellern wird’s freuen, vielleicht ist es auch ein Konjunktur-Paket für die Pharmaindustrie…
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28. April 2009

Die feine englische Art zu überwachen

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:58
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Nicht nur die Faschisten in der deutschen Regierung träumen von der allumfassenden Überwachung. Die Briten sind ja bekanntlich besonders Überwachungsgeil, und lassen auch die kleinste Ecke kameraüberwachen. Eine vorheriges Jahr beschlossene zentrale Vorratsdatenspeicherungsdatei mag es nun doch nicht geben, aber nicht wegen einer neuen Besinnung zur Schutz der Privatsphäre, sondern weil einfach kein Geld mehr da ist – wird jedenfalls behauptet.
Ein weiteres Sahnehäubchen der Aussagen fehlt natürlich auch nicht, hier von der Überwachungsministerin.

Man müsse eine Balance zwischen Datenschutz und Sicherheit finden, sagte Smith, aber Polizei und Geheimdienste bräuchten mehr Möglichkeiten, um Terrorismus und Kriminalität in einer zunehmend komplexer werdenden Online-Welt bekämpfen zu können, die mehr Anonymität biete und zunehmend diversifizierter und fragmentierter sei. Provider müssten auch nicht mehr im Inland ansässig sein, in Zukunft werde ein Großteil der Kommunikation (Beispiel VoIP) IP-basiert sein. Man müssen mit denen technisch Schritt halten, die dem Land schaden wollen: „Meine erste Priorität ist“, so Smith, „die britischen Bürger zu schützen. Kommunikationsdaten sind ein wichtiges Mittel, um Mörder und Pädophile zu verfolgen, Leben zu retten und Verbrechen zu bekämpfen.“ Es gehe nicht um die Speicherung der Kommunikationsinhalte, sondern lediglich um die der Verbindungsdaten, wozu auch gehört, dass nicht nur registriert wird, wer mit wem E-Mails austauscht oder chattet, sondern auch welche Seiten im Web besucht werden.

Jo genau, bekanntlich ist das Internet ja ein Treffpunkt für Mörder, und sie planen dort ihre neuen Taten! Seltsam, das der deutsche Export KiPo unter den Vorwänden noch nicht angekommen ist. Und Kommunikationsinhalte werden freilich auch nicht gespeichert, sondern nur E-Mails, Chats und die besuchten Webseiten.

Statt der zentralen Datei soll es nun eine dezentrale Speicherung geben – von der für ihren Datenschutz sehr bekannte Privatwirtschaft. Also wird es wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis im nächsten „Datenskandal“ bekannt wird, das sich die Wirtschaft Haufenweise Daten unter den Nagel gerissen hat.
Aber natürlich geht es ja nur um den (Selbst-)Schutz des Volkes, damit verhindert werden kann, das dieses nicht noch zu Denken anfängt.

Versprochen wird, dass es strenge Maßnahmen für den Zugriff auf die Daten geben soll. Ob das allerdings die Menschen glauben, nachdem die Regierung seit Jahren Hunderten von Behörden ermöglicht hat, selbst zur Verfolgung von Vergehen wie dem Wegwerfen von Müll oder der Nichtbeseitigung von Hundekot die Kommunikation von Verdächtigen überwachen zu dürfen. Notorisch berüchtigt sind die britischen Behörden auch für die zahlreichen Datenverluste.

Und Hundekot ist bekanntlich Giftmüllterrorismus vom ersten Rang.

Neue Vielseitigkeit der Kartoffelpower

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:07
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Und weiter geht’s im Politiktheater. Die Agrarministerin Aigner, die neulich diesen genveränderten Mais wegen einer „Gefahr für Mensch und Umwelt“ verboten hat, hat nun den Anbau der Genkartoffel Amflora der Firma BASF in Deutschlang erlaubt, ein Freisetzungsversuch auf 20 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern – ursprünglich waren 150 Hektar geplant.

Es seien keine Gefahren für Umwelt und Gesundheit erkennbar.

Ist doch mal eine interessante Begründung, im Gegensatz zur Anbau-Entscheidung des Genmais.

Die Kartoffel enthält eine genveränderte Stärke, und soll industriell und nicht als Lebensmittel genutzt werden – z.B. zur Herstellung von Garn & Papier.

Auch Greenpeace kritisierte die Entscheidung. „Genpflanzen, welche die menschliche Gesundheit gefährden können, sollten nicht angebaut werden“, sagte Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin der Umweltorganisation. Die Genkartoffel enthalte ein Antibiotikaresistenzgen, das die Wirksamkeit von lebenswichtigen Antibiotika gefährden könne. „Ministerin Aigner sollte diese Gefahren ernst nehmen und nicht versuchen, auf diesem Weg die Wogen in der CDU zu glätten, die ihr Verbot des Genmaises verursacht hat“, so Töwe.

Jo, ich bin kein Experte, und stehe der Sache „nur“ mit hoher Skepsis gegenüber. Auch hier treffen wieder 2 Welten aneinander. Die Ausführungen von Greenpeace sehen mal wieder ganz anders aus. Oder ist die Antibiotikaresistenz so unwichtig, weil die Zuchttiere auch häufig Antibiotika im Futter haben – und statt Verbesserung lieber eine Stufe höher gegangen wird?
Ich weiß auch nicht, wie bedeutend dies Resistenz ist – soll die Kartoffel angeblich nicht als Nahrung zum Einsatz kommen, aber besteht nicht auch die Gefahr, das sie sich – wie auch der Genmais – unkontrolliert verbreiten, und mit den anderen Kartoffelpflanzen kreuzen können?

Aber lustigerweise zeigt sich in diesem Zeit-Artikel, welche Rolle das Geld bei solchen Entscheidungen trifft.

Vor allem Bundesforschungsministerin Annette Schavan macht Front gegen das Verbot. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor wenigen Tagen vor zu starken Vorbehalten gegen die grüne Gentechnik gewarnt. Zudem hatte die CDU-Vorsitzende auf die finanziellen Folgen für das Unternehmen verwiesen, wenn die beantragten Freilandversuche abgelehnt würden.

Ach und

Ilse Aigner (CSU) will trotz heftiger öffentlicher Diskussionen den Anbau der Genkartoffel Amflora genehmigen. Die von ihr angekündigte Prüfung sei abgeschlossen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Die Prüfungen seien zum Schluss gekommen, dass sich „keine negativen Einflüsse auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt“ ergeben hätten. Vorausgegangen seien Gespräche der Politikerin mit dem Unternehmen BASF, das die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel entwickelt hat. Die Firma habe zugesagt, sich bei der Freisetzung an bestimmte Auflagen zu halten.

Wahrscheinlich kommen die Unersuchungen noch direkt von BASF…

Und als Link noch ein Zeit-Artikel.

Schön zu sehen, wie wahrscheinlich aus eigenen und wirtschaftlichen Interessen die Entscheidungen gefällt werden. Aber da das Hauptaugenmerk der hochqualitativen Medien gerade auf ein ganz anderes Thema liegt, wird die Anbauerlaubnis nicht so publik herumgehen, wie das Verbot vom Genmais.

Meines Erachtens ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der verbotene Genmais in Deutschland wieder erlaubt wird, spätestens von der nächsten Faschisten-Regierung nach der Wahl…

26. April 2009

Ein strahlendes Leben seit 23 Jahren *

Am 26. April 1986 ereignete sich nach einer Kernschmelze und Explosion in einem Kernreaktor die nukleare Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl.

Eigentlich müsste man meinen, das die Menschheit auch nur ein Millimeter dazugelernt hat? Aber klar, dank der Geldgier und die dadurch resultierende Missachtung der Gefahr der Großkonzerne ist RWE daran, in Bulgarien das Atomkraftwerk Belene zu bauen, mitten in einem Erdbebengebiet. Und Umweltschützer machen Druck, wahrscheinlich leider vergebens. Rumänische Wissenschaftler waren auch schon seit 1983(!), das ein Ato9mkraftwerk in dieser Region nicht zu verantworten sei.

Das Atomkraftwerk Belene liegt mitten im Erdbebengebiet an der Grenze zu Rumänien. Dort will der Energiekonzern bei der Errichtung des Atommeilers Cernavoda dabei sein. Dabei hatten selbst sowjetische Wissenschaftler schon 1983 gewarnt, Atomkraftwerke seien in der erdbebengefährdeten Region nicht zu verantworten. Weitere neue Meiler plant RWE außerdem in Großbritannien und im litauischen Ignalina.

Für die nächsten Katastrophen ist gesorgt.

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Tagesschau.de hat heute einen Artikel über die derzeitige Lage im Gebiet um Tschernobyl in der Ukraine veröffentlicht. Die damals nach der Katastrophe auf dem Reaktor gezogene Schutzhülle ist vom Zerfall begriffen und leckt. Eine neue, und dichte, Schutzhülle ist zwar schon lange in Planung, lässt aber noch auf sich warten.
Bitterironisch ist auch die Angst der Bevölkerung, das sie mit der neuen Schutzhülle die Vergünstigungen verlieren, weil sie in einem verschmutzten Gebiet leben.

Die taz veröffentlichte auch einen Artikel, über die Demonstrationen von Atomkraftgegnern und die Angst vor Atomkraft-Ranaissance.

Okay, am Freitag wurde auf arte in Global gegen Ende der Sendung ein Video von Umweltaktivisten in den Niederlanden gezeigt, die als falsche Polizisten den Autofahrern sagen, es sei eine Nuklear-Havarie passiert, und eine Ecke weiter als Clowns verkleidet die Autos mit Staubwedel abputzen sie aufklären, das es nur gespielt war, um über die Gefahr aufmerksam zu machen.
In Deutschland säßen sie wahrscheinlich schon als Gefährder in Guantamo…
Zumal auch die Endlagerung des Atommülls immer ein Problem ist, und ein Atomkraftwerk auch im normalen Betrieb radioaktive Strahlung absondert.
Der Masse hier wird wohl mal wieder egal sein, Hauptsache der Strom ist billig…

Ein weiteres Highlight

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 02:03
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Laut Heise.de plant unsere Faschisten-Regierung Echtzeitüberwachung auf die Zugriffe auf die Stopp-Seiten.
Grandios sind die Realitätsunterschiede der Aussagen des Sprechers des Bundesjustizminesteriums und der Zensurursel.
Und es wird immer deutlicher, alle User werden von vornherein als Verbrecher angesehen
Lustig ist auch, das extra noch betont wird, das die Unschuldsvermutung weiterhin existiert. Wenn man immer Gefahr läuft, im Fadenkreuz der „Strafverfolger“ zu kommen, der ganze PC wahrscheinlich erstmal beschlagnahmt wird, und eine elendlange Ermittlung vobn statten geht, ist es eher eine Schuldvermutung.
Dazu kommen noch garantiert eintreffende Kollateralschäden. Und „Operation Himmel“ hat ja gezeigt, wie kompetent unsere Überwacher sind (sämtliche Anklagen mussten fallen gelassen werden), diese Zahlen aber für die Statistiken der Kinderschänder benutzt wurden (in einem Beitrag von Fefe) Und wie viele Leben wegen falscher Anschuldingen als „Kinderschänder“ kaputt gemacht wurden.
Die Versicherung mit dem nötigen richterlichen Beschluss traue ich auch nicht. In „sich-darüber-hinwegsetzen“ sind unsere Politiker ja klasse.
In der einfachen Welt der Zensurursel sieht es natürlich ganz anders aus.

erklärte Familienministerin von der Leyen im Interview mit dem Berliner Sender radioeins die Folgen ihrer Gesetzesinitiative gänzlich anders: „Der zufällige Versuch, da machen Sie sich nicht strafbar. Sonst müsste jeder, der eine Spam-Mail bekommt oder etwas Falsches eingibt, sich sofort strafbar machen.“

Also sind eigentlich ihre ganzen Aussagen allesamt die reinsten Lügen. (Okay, die Erkenntnis ist schon älter) Einzig zwischen den Zeilen lässt sich teilweise die Wahrheit vermuten.
Und sowas ist Familienministerin, aber sich wirklich um ihren eigentlichen Aufgabenbereich zu kümmern, wäre ja zu schwierig…

Weiter auf Netzpolitik. Es werden die Vertreiber von Glücksspiele & „Raubkopien“ tatsächlich schon mit Kinderschänder auf einer Stufe gestellt.

Auch sehr lesenswert ist der Artikel Der Kampf der Kulturen.

Zudem kann ich auch durch Netzpolitik.org einen Artikel von Jens Scholz empfehlen.

Ach, ich hab gehofft, das die Medien doch endlich mal aufgewacht sind. Aber die pennen bei diesem Thema doch lieber weiter. Selbst arte info hat am Freitag zwar einen Bericht über die verlogene Pressekonferenz mit der Zensurursel gezeigt. Aber über die ganzen Änderungen, welche jetzt in den Tagen danach ans Licht gekommen sind, und genau das Gegenteil sind als das, was behauptet wurde. Die großangelegte Überwachung der Stopp-Seiten und das jeder automatisch ein Verbrecher ist – der auf einer Stopp-Seite rauskommt – und sich in einer Strafverfolgung wiederfinden kann. Kein Wort!.
Dabei halte ich arte noch am ehesten für kompetent. An den Medien habe ich in dieser angeblichen „Pressefreiheit“ schon fast jedes Vertrauen verloren. Ich erwarte mittlerweile schon von denen nichts Kritisches mehr, werde aber sogar doch immer wieder enttäuscht…

23. April 2009

Monsanto klagt

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:12
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Wie zu erwarten, hat Monsanto Klage eingereicht. Bleibt also spannend, wie lange es dauert, bis unsere Regierung einknickt

Und passend zu dazu, dass das Anbauverbot gerade publik ist, Im Futter für Milchkühe ist häufig genverändertes Soja. Und das gerade bei den Markenherstellern.
Die taz hat in der Einleitung die Verlogenheit zwischen heile Welt in der Werbung und der Realität auch gut ausgedrückt.

Das Bärchen steht auf einer grünen Almwiese und schüttet frische Alpenmilch in eine Milchkanne. Den drolligen Werbeträger der „Bärenmarke“ kennt wohl jeder – doch die Idylle trüge, sagt Greenpeace. „In den Futtertrögen der Kühe, die die Milch für Bärenmarke geben, landet gentechnisch verändertes Soja aus Südamerika“, erklärt Alexander Hissting, Agrarexperte der Umweltorganisation.

Diese hat sich jeweils vier Höfe vorgenommen, die vier Molkereien beliefern, die Milch im Premiumsegment anbieten: Weihenstephan, Allgäuland, Bärenmarke und Landliebe. In den entnommenen Futterproben der ersten drei genannten Molkereien fanden die beauftragten Labore jeweils gentechnisch verändertes Soja. „Gerade in diesem Hochpreissegment wiegt die Täuschung der Verbraucher besonders schwer“, sagt Hissting. Den Kunden würde in der Werbung und auf den Verpackungen vorgegaukelt, ein regional und naturnah erzeugtes Produkt zu erwerben. „Dafür zahlen sie ja auch mehr“, so der Greenpeace-Experte.

Natürlich behaupten sie, es sei unschlädlich, und nur gentechnischfreies Futter wäre nicht möglich. Laut der Gegenseite sei eine gentechnisch freie Fütterung sehr wohl möglich.

Und wer sich auch gefragt hat, das die ganzen unabhängigen Superexperten behaupten, genveränderte Nahrung sei unbedenklich, hab ich bei diesem Artikel einen interessanten Kommentar gelesen.
Mal voraussetzend, das sie sich die Sendung und Inhalt nicht ausgedacht hat.

16.04.2009 08:31 Uhr:
Von tanja:

Gestern gab es eine Diskussionsrunde im Radio auf NDR Info. Dort hieß es von zwei selbsternannten Experten, Genveränderungen seien völlig unbedenklich, ungefährlich und unsere Zukunft. Es ist naiv und dumm sich davor zu drücken. Werden daurch doch giftige Pestizide überflüssig. Es bestünde keine Gefahr für Rinder oder Bienen. Alle anderen Untersuchungen in denen negative Ergebnisse erzielt wurden, wurden lächerlich gemacht. Und nun kommt’s: Der angeblich unabhängige Experte lobte die US-Firma Monsanto! Alle Attacken auf sie wären reine Neiddebatten. Man gönne der Firma ihren Erfolg nicht. Es bestünde auch keinerlei Gefahr, dass diese Firma zu einem Monopol heranwachsen könne!
(zumal ja schon bekannt geworden ist, dass es in den USA verboten wurde aus dem Mais sein eigenes Saatgut herzustellen. Man ist also verpflichtet das Saatgut von Monsanto zu kaufen.)

Soviel zu einem UNABHÄNGIGEN Experten.

22. April 2009

Wenn Kinder quäken

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 22:43
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Dieses Politiktheater ist eine Farce. Die Welt liegt in Scherben, mit dem Vorwand Zum Schutz vor Terrorgefahr wird die Überwachung ausgebaut, während die Freiheit immer stärker eliminiert wird, die Politik – und Gesellschaft – wird immer faschistischer & rassistischer. Und von der diesjährigen Antirassismus-Konferenz lese ich größtenteils nur von den Hassreden Ahmadinedschads, und Lob oder Kritik, das einige Länder die Konferenz von vornherein – wegen der Hasstiraden, welche von vornherein erwartet wurden – boykottieren. Das sie damit ein „richtiges Zeichen“ setzen, oder Tyrannen freie Bühne gewähren.
Dabei wäre – nicht nur – Rassismus ein ernstes Thema, welches sich nicht nur zu auseinandersetzen, sondern auch zu bewältigen gilt. Die (Außen-)politik von Ländern wie Italien oder Frankreich wird zunehmend rassistischer.
In Südafrika führt die „positive Diskriminierung“ – also das nur Schwarze Arbeit bekommen, und nur für sie Häuser gebaut werden – zu einer Verelendung der weißen Bevölkerung, und das sie in Slums leben. Somit ist es nur eine Fortsetzung des Rassismus, nur mit gewechselten Fronten. Und es wird bestimmt auch einiges mit Rache/Vergeltung für die Grausamkeit der weißen Einwanderer im Apartheidregime zu tun haben. Das Fortsetzen der Fehler der Vergangenheit bringt aber weder Frieden noch Gerechtigkeit kein Stück weiter.
Die USA hat im „Kampf gegen den Terror“ die Menschenrechte – in z.B. Foltergefängnissen verletzt – und die CIA bekommt unter Obama eine Amnestie. Und es wären noch eine ganze Menge Beispiele/Probleme mehr zu nennen.
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20. April 2009

Ach ja, da war ja noch Gaza

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:46
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Der Krieg im Gaza-Streifen ging in den Medien ja um die Welt, aber mittlerweile ist – wie soll es anders sein – das Thema fast vergessen, die nächsten Pleite gehenden Banken stehen wieder im Vordergrund. Arte Reportage hat diesen Samstag wieder einen Beitrag über die derzeitigen Verhältnisse gezeigt.
Israel hatte lautstark große Ziele vor den Augen, die Hamas sollte vernichtet werden – aber das Ergebnis: ca. 1.400 Tote, und weiter nichts, die einzige Änderung ist Verschlechterung.
Die Leute im Gaza-Streifen leben immer noch in einem Trümmer-Haufen, ein Wiederaufbau findet nicht statt. Es wurde von der internationalen Gemeinschaft eine hohe Summe an Wiederaufbauhilfe zugesprochen, aber lokal haben sie nichts, und Israel kontrolliert immer noch die Grenzen, somit kann auch nichts importiert werden (es könnte ja den Hamas helfen). Ca. 65% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Und die Hamas – welche man großspurig „auslöschen“ wollte – feuern weiterhin Raketen auf Israel ab.
In dem Bericht sagt auch einer sowas wie „für Frieden muss man mit dem Feind sprechen, nicht mit dem Freund“ – glaub ich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
Aber zwischen Hamas & Fatha gibt es weiterhin keine Annäherung – eine Voraussetzung, damit endlich für den Wiederaufbau begonnen werden kann.
Die Mächtigen bekriegen sich weiter und wollen nicht nachgeben, während das Volk darunter zu leiden hat.

An der Lage hat sich also nichts verändert – einzig das es in der „Berichterstattung“ der hochqualitativen internationalen Presse nur noch eine Randerscheinung darstellt.

Leider wird wohl das Video von arte Reportage auf der arte HP nur 7 Tage verfügbar sein.

Und die Vorantreiber der Zensur zeigen immer mehr ihr wahres Gesicht *Update 3*

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:41
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Ach ne, und schon wieder neues über mein „Lieblingsthema“. Laut einem Artikel auf Heise sollen nach einem neuen Gesetzesentwurf nun plötzlich die Provider das berühmte Stop-Schild hosten, dürfen IP-Adressen ermitteln und auf Anforderung an Strafverfolgungsbehörden übermitteln.
Bislang sollte diese das BKA hosten, und keine IP-Adressen aufbewahren dürfen. (Aber mal ehrlich: das sich das BKA daran gehalten hätte, hätte ich auch nicht geglaubt, wurden doch auch die Adressen der Besucher ihrer eigenen Homepage gespeichert, für die Ermittlung des „mg-Verfahrens“. Wieso sollten sie dieses Mal widerstehen können)
Zudem sollen die Provider dem BKA anonymisierte Statistiken der Aufrufversuche der gesperrten Seiten dem BKA übermitteln. (Dem „anonymisieren“ glaub ich auch nicht ganz, wahrscheinlich wird das BKA eher großzügig umfangreiche Daten bekommen, wenn sie bei den Providern „nett anklopfen“)
Die geplante Beschränkung der Liste auf außereuropäische Seiten ist auch verschwunden. Ich habe den Verdacht, das solche Vorhaben extra eingestreut werden, um die Leute, die sich immer gegen die Zensur aussprechen, etwas zu irritieren & den Wind aus den Flügeln zu nehmen, und am Ende doch alles erlogen ist.
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14. April 2009

Das Tier mit Patent

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:13
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Hmm, und weiter geht es, man könnte schon Angst bekommen, vor einigen Tagen erschien in der taz ein Artikel über die Gegner des „Schweinezuchtpatents“ von Mansento. Und heute sind wir nicht ein Schritt näher, sondern schon längst mittendrin.

Eine Recherche von Greenpeace fand 40 Patentanträge, die in den vergangenen zwei Jahren auf ganz konventionelle Nutztierzucht gestellt wurden. „In all diesen Patenten geht es um die Züchtung und nicht um Gentechnik“, sagte die Autorin Ruth Tippe vom Verein „Kein Patent auf Leben“ bei der Vorstellung des Reports am Dienstag in München. Doch der Patentschutz geht über den Zuchtvorgang weit hinaus. Er beinhaltet auch die Tiere selbst.

Im Grunde das, worum es auch in dem Patent für die Schweinezucht von Monsanto geht.

Greenpeace und andere Verbände wollen diesen Mittwoch auch offiziell Einspruch auf das Patent auf Schweinezucht der US-Firma Newsham Choice Genetics einlegen.
Auf eine möglicherweise wegweisende Grundsatzentscheidung der Beschwerdekammer des Patentamts warten sie auch noch – nämlich auf die bereits erteilten Patente auf die Zucht von Brokkoli und Tomaten.

Habe nur ich das Gefühl, das der ganze Irrsinn mit den Patenten nicht mehr als zur Monopolisierung und Abhängigkeit dient…

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