Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

14. April 2009

Das Tier mit Patent

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:13
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Hmm, und weiter geht es, man könnte schon Angst bekommen, vor einigen Tagen erschien in der taz ein Artikel über die Gegner des „Schweinezuchtpatents“ von Mansento. Und heute sind wir nicht ein Schritt näher, sondern schon längst mittendrin.

Eine Recherche von Greenpeace fand 40 Patentanträge, die in den vergangenen zwei Jahren auf ganz konventionelle Nutztierzucht gestellt wurden. „In all diesen Patenten geht es um die Züchtung und nicht um Gentechnik“, sagte die Autorin Ruth Tippe vom Verein „Kein Patent auf Leben“ bei der Vorstellung des Reports am Dienstag in München. Doch der Patentschutz geht über den Zuchtvorgang weit hinaus. Er beinhaltet auch die Tiere selbst.

Im Grunde das, worum es auch in dem Patent für die Schweinezucht von Monsanto geht.

Greenpeace und andere Verbände wollen diesen Mittwoch auch offiziell Einspruch auf das Patent auf Schweinezucht der US-Firma Newsham Choice Genetics einlegen.
Auf eine möglicherweise wegweisende Grundsatzentscheidung der Beschwerdekammer des Patentamts warten sie auch noch – nämlich auf die bereits erteilten Patente auf die Zucht von Brokkoli und Tomaten.

Habe nur ich das Gefühl, das der ganze Irrsinn mit den Patenten nicht mehr als zur Monopolisierung und Abhängigkeit dient…

Genmais – so oder so

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:06
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Der Tagesspiegel hat heute Nacht noch einen Artikel veröffentlicht, über den genveränderten Mais Mon 810 von Monsanto – die einzige genveränderte Pflanze, welche in der EU angebaut werden darf, allerdings war die Zulassung schon 2007 abgelaufen, sie stellt sein eigenes Gift her, welches nur gegen den Schädling Maiszünsler wirken, und für andere Insekten/Tiere & Mensch ungefährlich sein soll.
Unter anderem ist interessant – um seine Interessen durchzusetzen – Länder, welche den Anbau verbieten, werden einfach von Monsanti verklagt, sogar die EU-Kommission will in Österreich & Ungarn das Verbot verbieten.

Agrarstaatssekretär Gert Lindemann gab in der „Süddeutschen Zeitung“ allerdings zu bedenken, dass es schon einen „handfesten Grund“ brauche, um den Anbau von Mon 810 zu verbieten. Als vor zwei Jahren ein temporäres Anbauverbot verhängt worden sei, habe der Konzern umgehend Klage erhoben. Der Streitwert habe bei vier Millionen Euro gelegen, sagte Lindemann weiter. Auf der anderen Seite haben Frankreich, Österreich und Ungarn schon vor Jahren den Anbau von Mon 810 wegen Bedenken gegen die Sicherheit der Pflanze verboten. Gegen Frankreich hat Monsanto geklagt; es gibt jedoch noch kein Urteil. Gegen Österreich und Ungarn ist Monsanto dagegen bisher nicht vorgegangen, dafür versucht die EU-Kommission in regelmäßigen Abständen den beiden Ländern das Anbauverbot zu verbieten – bisher ohne Erfolg.

Auch stehe nicht nur ich dem sehr skeptisch gegenüber – es ist nicht bekannt, ob es gesundheitsschädigende Auswirkungen / Langzeitschäden gibt, laut Greenpeace wirke das Gift auch gegen andere Insekten, ob es auch negative Auswirkungen auf die Tiere/Umwelt gibt, Bienen können auch durch die Pollen des Genmais den Honig verunreinigen. Auch – was erstmal gesäht ist, kann sich auch mehr oder weniger unkrontrolliert ausbreiten.
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