Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

11. Juni 2009

Für das Leben schießen wir

Es ist nicht zu fassen.
Man könnte um diese Heuchelei immer mehr kotzen. Es wird lautstark und polemisch nach Verboten der angeblichen „Killerspiele“ gebrüllt, die Innenminister auf ihrer Konferenz ziehen auch mit, anstatt mal über wichtige Themen vernünftige Entscheidungen zu treffen, e-Sports-Events werden untersagt.
Aber Bundeswehr-Anwerbung für Kinder ist okay. Und auch an Schulen in NRW darf weiterhin geschossen werden.

Laut einer Abfrage, die das Landesschulministerium bei den kommunalen Schulträgern durchgeführt hat, sind in mindestens 122 Schulgebäuden in Nordrhein-Westfalen Schießstände von Schützen- oder Sportvereinen eingerichtet. Es könnten noch mehr sein, denn neun Kommunen haben sich bisher nicht zurückgemeldet. Hinzukommen 29 weitere Schießanlagen, die sich auf Schulgrundstücken befinden oder unter öffentlichen Sporthallen, in denen auch Schulsport betrieben wird. Soweit dies aus den Berichten der Schulträger hervorgehe, seien die Schießanlagen jeweils gesichert und vielfach mit eigenen Eingängen versehen. Soweit Meldungen über die Art der genutzten Waffen vorlägen, handele es sich ganz überwiegend um Luftdruckwaffen, in geringerem Umfang Kleinkaliberwaffen.

Insbesondere der Städte- und Gemeindebund NRW, die Vertretung der kreisangehörigen Kommunen, wehrt sich strikt gegen Forderungen, Schützenvereinen ihre Trainingsräume in den Schulen aufzukündigen. „Objektiv spricht nichts dafür, dass mit der Verdrängung der Schützen aus den Schulgebäuden die Gefahr von Gewalttaten abnehme“, so Verbandspräsident Roland Schäfer. Schließlich bestünde in keinem der dokumentierten Amok-Fälle an Schulen ein Zusammenhang zwischen der Tat und der räumlichen Unterbringung von Schützenvereinen in einem Schulkeller. „Von daher kann ich den Unmut der Sportschützen nachvollziehen, wenn die Forderung nach Kündigung ihrer Mietverträge mit dem Anliegen ‚gewaltfreier Schulen‘ begründet wird“, meinte Schäfer.

Soso, und wo sind bitteschön die die Zusammenhängen von Spielen und Gewalt / Amokläufen? Und zwar keine gefälschten Studien von solchen Pfeiffen wie den Pfeiffer.
Und Schützenvereine waren für die Amokläufer natürlich auch völlig weltfremd, keiner war Mitglied, und er Vater des Amokläufers in Winnenden hatte nicht mehrere Waffen ungesichert im Haus rumliegen.

Und in Bayern plant die Gemeinde Olching einen Schießstand für den Schützenverein in einer Turnhalle einer Hauptschule. Der Bürgermeister ist natürlich von der CSU.

Die Schützenlobby ist halt stark und bezahlt gut.

Ich hab bisher nicht einmal gewusst, das es überhaupt Schützenstände an Schulen!!! gibt. Und hätte daran auch nie gedacht. Wo doch immer rumgequatscht wird, wie man sich doch am besten vor diesen Amokläufern schützen kann.

Schönes Schießen in diesem Faschistenstaat.

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