Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

21. Juni 2009

Was die Emma noch nicht wusste

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 01:36
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Himmel, Arsch & Schweißgewitter. Die Propaganda-Medien blasen zur Zeit ja eine menge Müll um die Notwendigkeit der Zensur und die bösen Kriminellen, die sich für Freiheit einsetzen, raus. Durch Fefe aufmerksam geworden hat mich ein Artikel in der Emma „angetan“.
Besonders sauer aufgestoßen ist mir u.a. das hier.

Eine Selbstverständlichkeit, möchte man meinen, aber der Chaos Computer Club und seine Mitstreiter wittern in dem Verfahren einen Generalangriff auf ihr Goldenes Kalb: das Internet als antibürgerliche Gegengesellschaft, das nach dem Willen so manchen Nerds tunlichst ein rechtsfreier Raum bleiben soll.

Arrrrgh. Für wenn für jeden Spruch mit dem „rechtsfreien Raum“ ein Cent im Phrasenschwein landen würde… Und was ist eine „antibürgerliche Gegengesellschaft“?

Dass Ursula von der Leyen unablässig versichert, dass sie all das „überhaupt nicht interessiert“ und für die Sperrung weiterer Inhalte ein ganz neues Gesetzgebungsverfahren eingeleitet werden müsste, interessiert wiederum die Datenschützer nicht.

Die kann vieles versichern. Und die Ausweitung fordern auch schon längerer Zeit andere Politiker, schon mal hingehört? Das Gesetz kann auf beliebige andere Inhalte erweitert werden. Braucht nur genügend Ja-Sager.

Sie sorgen sich stattdessen um User, die „aus Versehen“ auf eine gesperrte Kinderporno-Seite gelangen und deren IP-Adresse, also die Kennung ihres Computers, dabei gespeichert werden könnte.

Schrecklich, es geht ja schließlich „gegen KiPo“. Wen interessiert’s, ob es Kollateralschäden gibt, und Unschuldige sich in einer Strafverfolgung wiederfinden könnten. Sind ja schließlich nur diese Internet-Freaks und Nerds. Wie mehr abwertend geht’s denn noch?

„Handeln statt Sperren!“ fordert auch der „Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur“. Handeln sollen aber offenbar die anderen. Zwar hackten die Internet-Cracks inzwischen die Seite der Deutschen Kinderhilfe und platzierten dort eine „Todesanzeige für die Meinungsfreiheit“. Auf CCC-Mitglieder, die ihre Computerkenntnisse nutzen, um Anbietern von Kinderpornos das Handwerk zu legen, wartet man dagegen vergebens.

Ähm, halloooo???. Wie stellt sie sich denn das vor? Die Suche nach KiPo ist strafbar. Wie soll das gehen? Zudem sind die Bürger keine „Aushilfspolizei“, die die Arbeit machen, für welche das BKA zuständig ist, und es nicht gebacken kriegt. Mit vorhandenen Mitteln ist das Löschen durchaus möglich, auch bei ausländischen Servern. Schon verstanden?

„Wir vermissen die Unterstützung der Internet-Community, die uns sagt, wie wir dem wachsenden Problem der Kinderpornografie im Internet Herr werden können. Diese Stimmen sind bisher kaum zu hören“, bedauert auch die handelnde Ministerin.

Ach die Arme. Mein Beileid. Jetzt sollen wir den Politikern sagen, wie sie was machen sollen, weil sie selber dazu zu inkompetent sind. Und wenn ihr die Nutzer, dich euch alles vorkauen, „vermisst“. Schmeißt doch mal das ähhh… Browser-Ding an. Vor allem Blogger und auch Journarlisten versuchen euch schon seit Monaten verzweifelt klar zu machen, das Zensur keine Lösung gegen KiPo ist. Ihr wollt es nur nicht hören.

Und noch weiteren Bullshit mit Angriffen gegen Freaks, dies ich gegen den Abbau von Bürgerrechten und Freiheit stellen. Jetzt habe ich wieder keine Lust mehr.

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