Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

8. Oktober 2009

Der weltweit größte Heroin-Exporteur und das Drogenproblem

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:46
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Afghanische Heimkehrer sind oft heroinsüchtig

Die meisten Zimmergenossen Mohammeds sind im Exil drogenabhängig geworden. Seit dem Sturz der Taliban 2001 sind mehrere Millionen afghanischer Flüchtlinge freiwillig oder weil sie aus Iran ausgewiesen wurden (Teheran hat Anfang 2008 seine Flüchtlingspolitik verschärft), in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie brachten das Drogenproblem sozusagen im Gepäck mit. In den letzten zwei Jahren sei die Zahl der Abhängigen regelrecht explodiert, sagt Tariq, Direktor der afghanischen Nichtregierungsorganisation Nejat, die das Entzugszentrum betreibt. Etwa 90 Prozent der Abhängigen seien Rückkehrer, sagt der Arzt, der seit 1991 im Bereich der Drogenprävention und Rehabilitation aktiv ist. Viele von ihnen hätten im bitterarmen Afghanistan keinen Job gefunden und seien in Kabul oder anderen Grossstädten auf der Strasse gelandet. In ihrem Umfeld sei eine lokale Drogenszene entstanden, die nun auch andere sozial Randständige anziehe, insbesondere arbeitslose junge Männer.
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Laut dem United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) ist die Produktion von Rohopium in Afghanistan 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 6900 Tonnen zurückgegangen. 20 der 34 Provinzen gelten heute als «Schlafmohn-frei». Dennoch produziert Afghanistan weiterhin über 90 Prozent des weltweit konsumierten Heroins.
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Die meisten in Afghanistan produzierten Drogen werden zwar exportiert. Ein kleiner Teil – vor allem minderwertiger Stoff – bleibt aber auf dem Heimmarkt zurück und wird hier zu einem Spottpreis verkauft.
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Eine Studie des UNODC ergab, dass 2005 über 200 000 Afghanen von Opium oder Heroin abhängig waren. Eine neue Untersuchung ist in Arbeit. Experten glauben, dass sich die Zahl in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt hat. Im gleichen Zeitraum hat auch der Anteil der Heroinsüchtigen deutlich zugenommen. Laut der Uno-Unterorganisation sind 0,3 Prozent der Bevölkerung weltweit heroinsüchtig. In Afghanistan liegt der Anteil fast fünfmal höher bei 1,4 Prozent.
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26. Juli 2009

Aktion Sauberes Afghanistan

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:47
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Afghanistan soll ein schöner netter und sauberer Ort werden! Deshalb reinigt unsere geliebte Bundesregierung von den Taliban. Manch meiner mag sich erschrecken und sofort ethnische Säuberung oder Reinigung von Juden in Nazi-Deutschland in den Sinn kommen. Doch da klar ist, das unsere Wiederaufbautruppe im Afghanistan kein Krieg macht, kann es nur eines bedeuten!

Die geliebte Bundesregierung sucht auch dich! Du hast einen Putzfimmel, suchst ein Abenteuer und hättest mal gerne ein Tapetenwechsel in einem fremden Land? Dann schnappe dir Putzmittel und Eimer und melde dich bei der örtlichen Niederlassung der staatlichen Reinigungskraft! Keine Angst, Mittel – wie Gewehre, Granaten, Mörser, Panzer – um den stärkeren Schmutz zu lösen, bekommst du von der geliebten Bundesregierung umsonst gesellt!

deinafg

putzafgha

waschedieb

25. Juni 2009

Ein Krieg oder kein Krieg

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:13
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Nachdem 3 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan gestorben sind, ist die Debatte wieder losgebrannt und wir sind endlich zur Erkenntnis gekommen. Krass, das ist ja Krieg, was wir da machen.
Gewalt und Blut. Keine Ferien, keine Sandburgenbauen, keine Friedensengel.
Unser Bundeskriegsminister sieht das natürlich differenzierter.

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hatte zuvor verneint, dass sich die Bundeswehr in Afghanistan im Krieg befinde. Neben der militärischen Sicherheit sei der Wiederaufbau ein zentrales Ziel, sagte der Minister in der ARD. „Wenn wir nur über Krieg sprechen, würden wir uns nur auf das Militärische konzentrieren. Und genau das wäre der Fehler“, sagte der Minister.

„Wir sind dort keine Besatzer, sondern wir sind da, um die Sicherheit auch der Bundesrepublik Deutschland zu festigen und zu wahren, indem wir dort dem Terrorismus entgegentreten.“

Nicht auf das Militärische konzentrieren also, und direkt weiter.

Jung forderte nach den neuen Gefechten nahe der nordafghanischen Stadt Kundus eine härtere Gangart der Bundeswehr in Afghanistan. „Wer uns angreift, der wird auch bekämpft. Die Bundeswehr hat dafür die notwendigen Antworten“, sagte Jung am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Die Truppe habe für die Kämpfe „auch die notwendigen Reserven, hier Verstärkung vorzunehmen“.

„Wir haben auch die Gefechte in letzter Zeit sehr gut bestanden.
Und das wird auch in Zukunft so sein“, sagte Jung trotz der neuen Opfer unter den Bundeswehrsoldaten. „Wir müssen hier Sicherheit herstellen, um genau in diesem Raum um Kundus herum weiter Wiederaufbau und Entwicklung voranzutreiben.“

Hört sich ja keinesfalls militärisch an. Wie soll so „sicherheit“ hergestellt werden. Und wir treiben Wiederaufbau & Entwicklung an, wie denn das bitteschön mit Kämpfen? Schießen wir etwa Steine für neue Häuser aus dem Boden?
Und welche Terrorgefahr soll für Deutschland bestehen?
Der Krieg wurde nach 9/11 losgetreten, obwohl es keine Verbindungen der Attentäter zu Afghanistan gibt.
Der ganze Afghanistan-Krieg ist sinnlos und unbegründet.

Eine schöne Verlogenheit der „freien Welt“, Krieg führen, bunt angemalte Hände vor’s Gesicht halten und sich die Verwüstung als lulabunte heile Welt vorstellen.

19. Mai 2009

Keine Anklage

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:06
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Ein Bundeswehrsoldat hatte im August vorherigen Jahres in Afghanistan 3 Zivilisten, eine Frau und zwei Kinder, getötet, weil sie auf ein verdächtiges Auto saßen, und – wie überraschend – muss er sich nicht vor Gericht verantworten

Frankfurt/Oder –
Es bestehe kein begründeter Tatverdacht gegen den Mann, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder mit. Der Soldat hatte im August 2008 an einer Straßensperre zwei Kinder und eine Frau erschossen, die in einem verdächtigen Auto saßen.

Unserem Verteidigungsminister freuts auch.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) äußerte sich erleichtert über diese Entscheidung. Die Soldaten leisteten im Auslandseinsatz einen wertvollen Dienst für die Sicherheit und gingen dafür ein hohes Risiko ein, sagte er. Daraus dürften ihnen aber keine rechtlichen Nachteile entstehen. Es sei gut, dass die lange Zeit der Unsicherheit für den Soldaten ein Ende habe. (rf/dpa/Reuters)

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