Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

5. August 2009

Super, endlich wird der Irak westlich

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 02:06
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Woran erkennt man, das der Irak durch die westlichen Demokratiesierungsritter endlich frei und eine Demokratie ist – zumindest im Sinne der westlichen „freien“ Welt? Genau, sie springen auf den Hype des Westens auf, und zensieren diese bösen Pornoseiten.

Einmal eingeführt wird man mit den „Werten der islamischen Religion“ vermutlich die Sperren schnell auch auf andere Inhalte erweitern. Ein Ausschuss forderte in einem Bericht im Juli, dass Internetsperren nicht nur für Pornografie, sondern auch für „Drogen, Terrorismus, Glücksspiele und negative Äußerungen über den Islam“ eingeführt werden sollen

Da hat es sich doch gelohnt, das der Westen den Irak zerbombt und das Volk so richtig in die Armut geschmissen ist, endlich haben sie verstanden, was Demokratie ist.

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12. Juni 2009

Gaddafi erklärt Demokratie

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:04
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Hört zu, was der Prophet zu sagen hat.

Als Mann „von tiefer Weisheit“ hatte Berlusconi Gaddafi gleich zum Auftakt gelobt. Eine erste Probe seiner Weisheit gab der libysche Staatschef dann vor Italiens Senatoren. Ihnen sagte er, dass die USA mit ihrem Raketenangriff auf Gaddafis Zelt im Jahr 1986 sich vom Vorgehen al-Qaidas in keiner Weise unterschieden hätten. Natürlich verurteile er Terrorismus, setzte Gaddafi nach, aber dessen Gründe seien nun mal im Nachwirken der Kolonialzeit zu suchen. Italiens Außenminister Franco Frattini ließ später in einer Erklärung wissen, er sei „nicht einverstanden“ mit diesen Ansichten.

Witzig ist dabei, das „Al-Qaida“ lediglich eine Datenbank der CIA mit Kontakten zu Mujaheddin ist, die sie im Kampf gegen die sowjetischen Invasoren in Afghanistan unterstützte und finanzierte.

Am Nachmittag dann sprach Gaddafi in der römischen Universität. Das Publikum war handverlesen, ein ganzes Polizeibataillon hatte sich in Anzüge anziehen müssen, um im Saal akademischen Nachwuchs zu spielen. Die verkleideten Polizisten erfuhren, dass Demokratie nur bei Abschaffung der Parteien und freier Wahlen denkbar ist. Einer kritischen Studentin, die Fragen zur Flüchtlingspolitik Italiens und Libyens stellen wollte, wurde umgehend das Mikrofon abgedreht.

So hält Italiens Regierung dem Diktator den Rücken frei – und der nutzt seine Freiheiten weidlich. Am Abend war es an Roms Bürgermeister Gianni Alemanno, auf Distanz zum libyschen Gast zu gehen. Gaddafi legte den Italienern auf Roms Kapitolsplatz erneut nahe, nach libyschem Vorbild Italiens Demokratie parteienfrei zu gestalten, und bot Berlusconi an, die beiden könnten ja ihre Ämter tauschen: Berlusconi als Raïs in Tripolis, Gaddafi als Revolutionsführer in Rom.

Berlusconi kontrolliert von der Politik bis Medien doch eh alles. Die Opposition ist fast nicht existent. Und die breite Bevölkerung bejubelt auch noch die faschistische Politik.
Das Gaddafi und unser Mussolini-Nachwuchs sich gegenseitig gefallen, ist klar.

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