Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

2. Februar 2010

Immer mehr Jugendliche, immer mehr Alkohol

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 01:25
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Die Welt wartet mal wieder mit genialen Erkenntnissen auf, Betrunkene Jugendliche begehen mehr Gewalttaten!

[…]
Nach Angaben von elf der 16 Landeskriminalämter hat der Anteil von Alkoholisierten unter den jugendlichen Tatverdächtigen bei Körperverletzungen und Gewalttaten in den vergangenen Jahren zugenommen. Das berichtet das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“.
[…]

Unser Super-alle-Spiele-machen-Killer-Experte Christian Pfeiffer hat auch schon die Lösung: einfach Alkohol für alle unter-18-Jährigen verbieten, so lassen sich Gewalttaten verhindern.

Warum auch nicht hinterfragen:
– Warum besaufen sich diese Jugendlichen ins Kollaps?
– Warum begehen sie Gewalttaten?

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18. Mai 2009

Gewalt gegen Schwule und Lesben in Moskau

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:41
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Traditionell feiern Schwulen und Lesben am Austragungsort des Eurovision Song Contests in der Öffentlichkeit. In Moskau wollten sie auf die Ausgrenzung & Gewalt aufmerksam machen, doch wurde vor dem Finale ihre Demonstration von der Polizei gewaltsam aufgelöst.

Moskau – Bei einer Kundgebung von Homosexuellen vor dem europäischen Musik-Grand-Prix in Moskau hat die russische Polizei etwa 40 Demonstranten gewaltsam festgenommen. Teilweise im Würgegriff zwangen die Sicherheitskräfte die Teilnehmer der nicht genehmigten Kundgebung vor der Lomonossow-Universität am Samstag in Busse und einen vergitterten Gefangenenwagen. „Wir sind friedliche Menschen und wollen so leben wie andere auch“, rief eine Frau bei ihrer Festnahme. Auch ein US-Bürger sowie ein Brite wurden abgeführt. Im Gegensatz zu früheren Homosexuellen-Kundgebungen wurde offenbar niemand verletzt.

Bei der Kundgebung in Moskau hatten Demonstranten Plakate entrollt, auf denen die Einhaltung der Menschenrechte für Schwule und Lesben gefordert wurde. Mit Schlagstöcken bewaffnete Polizisten der Spezialeinheit OMON machten regelrecht Jagd auf die Männer und Frauen. Zuvor hatten bereits russische Extremisten gedroht, am Finaltag Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit anzugreifen.

In der russischen Gesellschaft wird das Zurschaustellen von Homosexualität als unmoralisch und verwerflich verurteilt. Auch innerhalb der Schwulen- und Lesbenszene des Landes besteht wenig Bereitschaft zum öffentlichen Auftritt.

Zahlreiche Journalisten, darunter auch mehreren Fernsehteams, beobachteten die gewaltsame Auflösung der Demonstration. Die Polizei versuchte, die Medien mit Gewalt vom Ort der Auseinandersetzung zu vertreiben. Nach früheren Kundgebungen wurden die Festgenommenen in der Regel innerhalb kurzer Zeit wieder freigelassen.

Die Moskauer Stadtverwaltung bestätigte die Festnahme von 40 Aktivisten und lobte die Vorgehensweise der Einsatzkräfte. „Die Moskauer Polizei hat angemessen und im Rahmen des Gesetzes gehandelt“, hieß es in einer Mitteilung.

Krass auch die Aussage des Bürgermeisters:

Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow hatte frühere Kundgebungen von Schwulen und Lesben als „satanische Handlungen“ bezeichnet.

Auch empfehlenswert ein Artikel auf taz.de.

Noch einige Ausschnitte aus dem Beitrag der arte Info Sendung vom Samstag:

In Russland ist die Homophobie weit verbreitet.
In Moskau macht die Polizei Jagd auf die Gay Pride. Bezeichnend für die schwierige Situation der homosexuellen Aktivisten, die zusammen gekommen waren, um für ihre Rechte zu demonstrieren.

„Wir protestieren gegen Homophobie, wir fordern unsere Bürgerrechte, wir wollen die Einführung der Homoehe, und ein Gesetz gegen Diskriminierung.“
….
Noch in der Sowjetunion wurde Homosexualität mit Gefängnis von bis zu 5 Jahren bestraft. Dieses Gesetz wurde 1993 abgeschafft, trotzdem akzeptiert nur 3% der russischen Bevölkerung die Homosexualität.
Religiöse Fanatiker & Rechtsextreme protestieren gegen jede Schwulendemo, unterstützt von Regierung und Polizei.

Und noch ein weiteres absolutes Highglight, passend zu der Aussage des Bürgermeisters von Moskau:

– Ein Sprecher der Bewegung junger orthodoxer Christen –
„Wir protestieren gegen die Gay Pride. Sie ist ein Akt des Terrorismus. Diese Leute versuchen, unsere Leute für ihre Werte zu gewinnen. Aber sie gehören nicht zu der russischen Kultur und ihren Werten.“

Tja, jetzt wissen wir auch, wo die ganzen „Terroristen“ herkommen. Leute, welche andere nicht in den Kragen passen, werden mal schnell dazu umgemünzt, seien es Pazifisten, Homosexuelle…

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