Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

23. April 2009

Monsanto klagt

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:12
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Wie zu erwarten, hat Monsanto Klage eingereicht. Bleibt also spannend, wie lange es dauert, bis unsere Regierung einknickt

Und passend zu dazu, dass das Anbauverbot gerade publik ist, Im Futter für Milchkühe ist häufig genverändertes Soja. Und das gerade bei den Markenherstellern.
Die taz hat in der Einleitung die Verlogenheit zwischen heile Welt in der Werbung und der Realität auch gut ausgedrückt.

Das Bärchen steht auf einer grünen Almwiese und schüttet frische Alpenmilch in eine Milchkanne. Den drolligen Werbeträger der „Bärenmarke“ kennt wohl jeder – doch die Idylle trüge, sagt Greenpeace. „In den Futtertrögen der Kühe, die die Milch für Bärenmarke geben, landet gentechnisch verändertes Soja aus Südamerika“, erklärt Alexander Hissting, Agrarexperte der Umweltorganisation.

Diese hat sich jeweils vier Höfe vorgenommen, die vier Molkereien beliefern, die Milch im Premiumsegment anbieten: Weihenstephan, Allgäuland, Bärenmarke und Landliebe. In den entnommenen Futterproben der ersten drei genannten Molkereien fanden die beauftragten Labore jeweils gentechnisch verändertes Soja. „Gerade in diesem Hochpreissegment wiegt die Täuschung der Verbraucher besonders schwer“, sagt Hissting. Den Kunden würde in der Werbung und auf den Verpackungen vorgegaukelt, ein regional und naturnah erzeugtes Produkt zu erwerben. „Dafür zahlen sie ja auch mehr“, so der Greenpeace-Experte.

Natürlich behaupten sie, es sei unschlädlich, und nur gentechnischfreies Futter wäre nicht möglich. Laut der Gegenseite sei eine gentechnisch freie Fütterung sehr wohl möglich.

Und wer sich auch gefragt hat, das die ganzen unabhängigen Superexperten behaupten, genveränderte Nahrung sei unbedenklich, hab ich bei diesem Artikel einen interessanten Kommentar gelesen.
Mal voraussetzend, das sie sich die Sendung und Inhalt nicht ausgedacht hat.

16.04.2009 08:31 Uhr:
Von tanja:

Gestern gab es eine Diskussionsrunde im Radio auf NDR Info. Dort hieß es von zwei selbsternannten Experten, Genveränderungen seien völlig unbedenklich, ungefährlich und unsere Zukunft. Es ist naiv und dumm sich davor zu drücken. Werden daurch doch giftige Pestizide überflüssig. Es bestünde keine Gefahr für Rinder oder Bienen. Alle anderen Untersuchungen in denen negative Ergebnisse erzielt wurden, wurden lächerlich gemacht. Und nun kommt’s: Der angeblich unabhängige Experte lobte die US-Firma Monsanto! Alle Attacken auf sie wären reine Neiddebatten. Man gönne der Firma ihren Erfolg nicht. Es bestünde auch keinerlei Gefahr, dass diese Firma zu einem Monopol heranwachsen könne!
(zumal ja schon bekannt geworden ist, dass es in den USA verboten wurde aus dem Mais sein eigenes Saatgut herzustellen. Man ist also verpflichtet das Saatgut von Monsanto zu kaufen.)

Soviel zu einem UNABHÄNGIGEN Experten.

14. April 2009

Genmais – so oder so

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:06
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Der Tagesspiegel hat heute Nacht noch einen Artikel veröffentlicht, über den genveränderten Mais Mon 810 von Monsanto – die einzige genveränderte Pflanze, welche in der EU angebaut werden darf, allerdings war die Zulassung schon 2007 abgelaufen, sie stellt sein eigenes Gift her, welches nur gegen den Schädling Maiszünsler wirken, und für andere Insekten/Tiere & Mensch ungefährlich sein soll.
Unter anderem ist interessant – um seine Interessen durchzusetzen – Länder, welche den Anbau verbieten, werden einfach von Monsanti verklagt, sogar die EU-Kommission will in Österreich & Ungarn das Verbot verbieten.

Agrarstaatssekretär Gert Lindemann gab in der „Süddeutschen Zeitung“ allerdings zu bedenken, dass es schon einen „handfesten Grund“ brauche, um den Anbau von Mon 810 zu verbieten. Als vor zwei Jahren ein temporäres Anbauverbot verhängt worden sei, habe der Konzern umgehend Klage erhoben. Der Streitwert habe bei vier Millionen Euro gelegen, sagte Lindemann weiter. Auf der anderen Seite haben Frankreich, Österreich und Ungarn schon vor Jahren den Anbau von Mon 810 wegen Bedenken gegen die Sicherheit der Pflanze verboten. Gegen Frankreich hat Monsanto geklagt; es gibt jedoch noch kein Urteil. Gegen Österreich und Ungarn ist Monsanto dagegen bisher nicht vorgegangen, dafür versucht die EU-Kommission in regelmäßigen Abständen den beiden Ländern das Anbauverbot zu verbieten – bisher ohne Erfolg.

Auch stehe nicht nur ich dem sehr skeptisch gegenüber – es ist nicht bekannt, ob es gesundheitsschädigende Auswirkungen / Langzeitschäden gibt, laut Greenpeace wirke das Gift auch gegen andere Insekten, ob es auch negative Auswirkungen auf die Tiere/Umwelt gibt, Bienen können auch durch die Pollen des Genmais den Honig verunreinigen. Auch – was erstmal gesäht ist, kann sich auch mehr oder weniger unkrontrolliert ausbreiten.
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