Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

6. Juni 2009

Proteste in Peru

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:57
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Die Proteste der Indios gegen die Erdöl- & Gasförderung in den Regenwäldern sind gestern eskaliert.

Die Interessensgruppe Amazon Watch untermauerte die Version der Indios der Ereignisse, wonach die Polizei von beiden Seiten attackierten auf die Demonstraten feuerten, als sie in die Hügel flüchteten. Die unbewaffneten Demonstranten wurden getötet und verletzt, einige kämpften mit den Polizisten und nahmen ihnen die Waffen ab, mit denen sie als Selbstverteidigung zurückschossen, wobei mehrere Polizisten starben.
Laut der Regierung versuchte die Polizei, die Kontrolle eines gesetzlosen Gebietes zurückzuerlangen, als sie von bewaffneten Ureinwohnern attackiert wurden und Regierungsgebäude in Brand setzten.
Nach dem Anführer der Demonstranten Alberto Pizango feuerte die Polizei aus Hellikoptern direkt auf die Demonstranten und ließ Tränengas-Kanister fallen.

Police in helicopters fired live rounds at peaceful protestors and dropped tear gas canisters, killing 22 protestors, indigenous leader Alberto Pizango told reporters in the capital Lima. „I hold the government of President Alan García responsible for ordering this genocide.“

The government said police were attempting to retake control of a lawless area when they came under attack from tribes who were armed with guns and set fire to government buildings.

The advocacy group Amazon Watch backed the indigenous version of events. „Eyewitnesses report that police attacked from both sides firing real bullets into the crowd as people fled into the hills. As the unarmed demonstrators were killed and injured, some wrestled the police and took away their guns and fought back in self-defence, resulting in the deaths of several police officers.“

Die Regierung hat am Mittwoch temporär die Kontrolle eines der größten TV-Sendern des Landes übernommen.
In vielen südamerikanischen Staaten haben in den letzten Jahren die Linken mit Sendern und Zeitungen gekämpft, und in manchen Fällen übernahm die Regierung die Kontrolle oder schaltete die Sender ab, welche sich kritisch über sie äußerte.
Panamericana Televisión hat zwar keine besondere Haltung gegen die Regierung, aber die Oppositionspolitiker behaupteten, die Besitzergreifung sei ein Signal, das Mr. García die Medien kontrollieren wolle. Auch mit einem Auge auf die Präsidentschaftswahl in 2011.
Panamericana Televisión wird voraussichtlich innerhalb von 6 Monaten von der Steuerbehörde an den Privatsektor wieder zurückgegeben.

LIMA, Peru (Reuters) — Opposition leaders in Peru criticized the government on Wednesday for taking temporary control of one of the country’s largest television stations, accusing it of trying to restrain free speech.

President Alan García, a former socialist who has moved toward the right, defended the seizure on Monday of Panamericana Televisión by Peru’s tax agency. He said the company owed $39 million in back taxes, and he insisted that press freedoms would be preserved.

Panamericana Televisión does not take a particularly hard stance against Mr. García’s government, but opposition politicians contended that the seizure was a sign that Mr. García wanted to control the news media.

“I find it very suspicious,” a former Peruvian president, Alejandro Toledo, who founded the opposition party Peru Posible, said in an interview on the local television station Canal N. “The government is moving to monopolize power.”

Lourdes Flores, who has twice run for president and who leads Peru’s largest right-of-center coalition, accused the government of moving to control the news media with an eye on the next presidential election, which will be in 2011.

Ms. Flores told reporters that she thought the government wanted control of Panamericana Televisión. “It will do everything it can to get it, at least through the elections,” she said.

Mr. García, who is barred from running for a second consecutive term, denied that the move was politically motivated.

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11. April 2009

G-20 und die Gewalt

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 01:24
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Die Taz hat einen Artikel veröffentlicht, über dem Toten bei den Protesten gegen den G-20 Gipfel, nachdem er von einem Polizisten mit einem Schlagstock angegriffen wurde.

Anfang der Woche hatte der Unabhängige Beschwerdeausschuss der Polizei erklärt, dass Tomlinsons Körper keinerlei Prellungen am Kopf oder den Schultern aufwies. Nicht nur auf dem Guardian-Video, sondern auch auf einer zweiten Filmaufnahme von Channel 4 ist deutlich zu sehen, dass der Polizist auf Tomlinsons Beine schlug.

Der Beschwerdeausschuss nahm den Fall jedoch erst an sich, nachdem das Video veröffentlicht worden war. „Von unserer Seite hat es weder eine Verleugnung der Attacke noch einen absichtlichen Versuch der Verschleierung gegeben“, sagte ein Sprecher des Ausschusses. Die Tatsachen sehen anders aus. Der Ausschuss hatte anfangs betont, dass die Familie mit der Polizeiarbeit zufrieden sei. Als der Guardian von Tomlinsons Angehörigen ganz andere Aussagen erhielt, untersagte ihm der Ausschuss den Kontakt zur Familie für 48 Stunden. Und nachdem die Zeitung das Video veröffentlicht hatte, tauchten Mitglieder des Ausschusses in der Redaktion auf und verlangten, dass die Aufnahmen von der Website genommen werden.

Das Gerücht, dass Tomlinson betrunken gewesen sei, wurde vermutlich von der Polizei lanciert. Die Beamten, die Erste Hilfe leisteten, wollen Alkohol gerochen haben.

Schön, mit welchen Verschleierungsmitteln in der „freien Welt“ gearbeitet wird, da ist man ja richtig froh, in keiner unterdrückenden Diktatur zu leben. Haha…

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