Arki's Blog – Wer alles glaubt, muss nichts wissen.

17. Februar 2010

Umweltschutz im Kern

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 01:38
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Wenn keiner auf diese Idee gekommen wäre, wäre es aber auch eine Schande. Obama hat entdeckt, man könne doch wieder Atomkraftwerke bauen, um die Umwelt zu schützen, schließlich ließe sich doch so die Auspuffung disesed bösen Klimakiller-Gases CO2 verringern, und wie gut ist es auch, das Treibhasgase unsere einzige Umweltzerstöung sind.
Und auch in der Umweltpolitik hat der Friedensbringer neue Visionen.

[…]
S-Präsident Barack Obama will mit einem Milliardenkredit für die Atomindustrie den Kongress für seine Klimaschutzpläne gewinnen. Obama kündigte am Dienstag an, 8,3 Milliarden Dollar für den Bau des ersten neuen US-Atomkraftwerks seit fast drei Jahrzehnten bereitzustellen. Die Vereinigten Staaten müssten die Atomkraft ausbauen, um ihren Energiebedarf zu decken und zugleich den Klimawandel zu bekämpfen, sagte der Präsident. Dazu sei eine neue Generation sicherer und sauberer Kraftwerke nötig. Regierungsvertretern zufolge soll mit den Krediten der Bau zweier Reaktoren für ein Atomkraftwerk in Georgia gefördert werden.
[…]

Saubere Atomkraftwerke, so ganz ohne Strahlung und Atommüll. Das ist doch mal eine würdige Aufgabe für den Mann, der den Nahen Osten befriedigt hat. Für das Geld steht die Industrie bestimmt auf seiner Seite.

19. Juli 2009

Link: Die Industriestaaten haben auf dem G-8-Gipfel die Ungleichheit im CO2-Ausstoß zementiert

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 01:50
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Auf der Zeit überlesen, aber in der Kriegspostille

Wenn es nach dem Willen der acht Politiker geht, die sich für die Mächtigsten der Erde halten, dann soll es auf der Welt auch noch in vierzig Jahren ziemlich ungerecht zugehen. Das haben die acht jetzt sogar aufgeschrieben. Sie haben zu Protokoll gegeben, dass die G-8-Länder auch Mitte des Jahrhunderts noch das Recht haben sollen, pro Kopf der Bevölkerung deutlich mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO₂) auszustoßen als sämtliche anderen Nationen. Vor allem in den südlichen Ländern der Erdkugel würden laut UN-Bevölkerungsprognose dann fast neun von zehn Menschen klimapolitisch benachteiligt leben, während die Minderheit in den acht großen Industriestaaten nach wie vor über Privilegien verfügen soll. Wenn es nach dem Willen der G8 geht.

27. Juni 2009

Asse: geladene Atome

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:23
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Asse: hatte jemand gedacht, Dummheit & Korruption hätten ihren Höhepunkt erreicht? Im einsturzgefährdetem Lager wird auch Sprengstoff gelagert.

Im einsturzgefährdeten Atommülllager Asse wird offenbar auch Sprengstoff aufbewahrt. Nach ddp-Informationen befindet sich eine Sprengstoffkammer auf der 750-Meter-Sohle in unmittelbarer Nähe einer Einlagerungskammer für Atommüll. Wie aus Unterlagen des früheren Asse-Betreibers, des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF), hervorgeht, bildete sich in den vergangenen Jahren vor dem Zugang zur Sprengstoffkammer ein Sumpf aus radioaktiv belasteten Laugen.

Aus dem „Hauptbetriebsplan Asse 2007 – 2009“ des GSF geht hervor, um welche Sprengmittel es sich handelt. Der Plan nennt die Substanzen Eurodyn 2000, Dynacord, Supercord 40 T sowie Supercord 100 T. In dem Bericht heißt es weiter: „Sprengarbeiten werden zurzeit nur im Rahmen von Durchbau- und Bergbauarbeiten durchgeführt. Die Kontur der Grubenräume wird schonend gesprengt.“

Passend zum Thema, nun ist es tatsächlich „offiziell“: „Versuchslager“ Asse war von vornherein als Endlager gedacht, Die Atomwirtschaft hat die ganze Zeit dort kostenlos ihren Müll abgekippt, und die Arbeiter waren nicht ausreichend geschützt.

Nach der Anzeige eines an Krebs erkrankten früheren Mitarbeiters des Atommülllagers Asse hat die Braunschweiger Staatsanwaltschaft jetzt ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet. Eckbert Duranowitsch, der an Leukämie erkrankt war, stellte am Montag persönlich Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung.
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Die Verantwortlichen der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung, dem damaligen Betreiber, hätten vermutlich von der Strahlenbelastung gewusst, dafür gebe es mittlerweile «handfeste Indizien». Den Mitarbeitern sei die Gefahr verschwiegen worden. «Mir wurde immer gesagt, dass meine Arbeit völlig ungefährlich sei», sagte Duranowitsch.
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In dem ehemaligen Salzbergwerk bei Wolfenbüttel in Niedersachsen wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen deponiert. Asse galt bisher als atomares Versuchslager, doch wie sich inzwischen herausgestellt hat, ist der Salzstock von Beginn an als Entsorgungsanlage für die Atomwirtschaft geplant worden. Nach einem Briefwechsel von 1969 sicherte die Gesellschaft für Strahlenschutz als Betreiber damals eine erheblich günstigere Entsorgung von radioaktiv belastetem Atommüll als üblich zu, bestätigte das Bundesumweltministerium (BMU). Nach Angaben des BMU entsorgte der Atomkraftwerk-Produzent AEG bis 1975 sogar völlig kostenlos, da die Asse offiziell als Forschungsbergwerk geführt wurde.

Bereits Anfang Juni hatte der Chef des jetzigen Asse-Betreibers Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, Bedenken von Atomkraftgegnern bestätigt und zugegeben, dass die Asse stets als Entsorgungsanlage angelegt war. «Nun haben wir es offiziell», sagte ein Ministeriumssprecher. Er wollte dabei nicht ausschließen, dass der Briefwechsel bereits 1969 in Kopie an das damals zuständige Bundesforschungsministerium gegangen war. An diesem Donnerstag will der Untersuchungsausschuss des Landtags zur Asse mit der Beweisaufnahme beginnen.

Wir saßen die ganze Zeit mit dem Arsch auf glühende Kohlen. Das Bruchlager ist einsturzgefährdet, in unmittelbarer Nähe ist Sprengstoff gelagert.
Z.B. Fefe Link 1, Fefe Link 2.
Nur mit Glück als Verstand ist da noch nichts passiert. Aber wenn’s da noch irgendwann kracht und die ganze Gegend verseucht ist, waren’s garantiert böse Terroristen, die geliebte Bundesregierung mit ihren unglaublichen Vorkehrungen kann ja keine Schuld treffen! :P

20. Juni 2009

Krümmel darf wieder strahlen.

Filed under: Politik,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:35
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Es wurde die Genehmigung erteilt, das vor 2 Jahren wegen eines Störfalls abgeschaltete AKW Krümmel wieder hochzufahren.

Die zuständige Ministerin Gitta Trauernicht (SPD) sagte, die Atomaufsicht habe zum Schutz der Bevölkerung strengste Maßstäbe angesetzt. Nachdem alle Mängel beseitigt worden seien, habe Vattenfall einen gesetzlichen Anspruch auf das Wiederanfahren des Reaktors.

Ah ja.

Atomkraftgegner zeigten sich „schwer enttäuscht“ von Trauernicht. Die Ministerin hätte die Betriebsgenehmigung problemlos widerrufen können, sagte Jochen Stay von der Initiative Ausgestrahlt. „Den Betrieb eines Reaktors zuzulassen, der nicht mer dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entspricht, ist ein Armutszeugnis.“ Mit einer Mahnwache an diesem Samstag und einer Blockade am 3. Juli soll gegen die Krümmel-Genehmigung protestiert werden.

Krümmel läuft auch nach alten Regeln, nur sind die neuen auch nicht rechtsverbindlich.

Die Sicherheitskriterien des neuen „Kerntechnischen Regelwerks“, auf deren probehafte Anwendung sich Bund und Länder vor wenigen Tagen geeinigt haben (taz vom 11. Juni), kommen bei der Prüfung noch nicht zur Anwendung. Dieses Verfahren sei erst ab 1. Juli vorgesehen, sagte Cloosters. Auch danach sei das neue Regelwerk aber „nicht rechtsverbindlich“, weil es vom Bundesumweltministerium nicht veröffentlicht wurde.

Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Hans-Josef Fell, hält den Termin des Antrags nicht für Zufall. „Man kann sich an seinen zehn Fingern abzählen, dass Vattenfall das Atomgesetz unterlaufen will“, sagte er. Das sei nicht akzeptabel: „Auch in Krümmel müssen die neuesten Sicherheitsstandards gelten.“ Vattenfall-Sprecherin Barbara Meyer-Bukow wies dies zurück: „Die geplanten neuen Regeln haben keinen Einfluss auf unseren Antrag gehabt.“ Auch Wolfgang Cloosters von der Kieler Genehmigungsbehörde bestreitet, dass durch die alten Regeln die Sicherheit leide. „Weil wir auch heute schon grundsätzlich nach dem Stand von Wissenschaft und Technik prüfen, würde sich am Ergebnis der Bewertung vermutlich nichts ändern.“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verschärfte unterdessen ihre Kritik daran, dass Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) die neuen Regeln nicht verbindlich gemacht hat. Stattdessen mache er die Anwendung der schärferen Kriterien von der Zustimmung der Länder und Betreiber abhängig und etabliere so einen „Sicherheitsstandard light“, sagte DUH-Geschäftsführer Rainer Baake.

SPD halt, genauso inkompetent und korrupt, wie in der Netzpolitik. Wen überrascht’s…

29. April 2009

Sofort alle in die Atemschutzbunker. Wir werden alle sterben

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:52
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Mal ein kleiner Zahlenvergleich am Rande.
Gestern Abend wurde in arte info mal erwähnt, dieses Jahr seien in Frankreich bis jetzt 16.000 Menschen an einer normalen Grippe gestorben. Und Okay, jährlich sterben 2500.000 bis 500.000 Menschen weltweit an Grippe. Aber das wird mal lieber nicht so groß in den ganzen Schweinegrippe-Hysterie-Berichte erwähnt.

Wenn man sich die „Nachrichten“ der hochqualitativen Medien anschaut – es herrscht akute Endzeitstimmung – mit Schlagzeilen wie „Schweinegrippe nicht zu stoppen“ Oh Gott alle in den Atemschutzbunker, möchte man aus Angst schon am liebsten zur nächsten Apotheke rennen und und einen Packen Atemschutzmasken kaufen, und eine Packung Pillen gleich dazu – oder doch lieber liefern lassen, als einen Schritt vor die Tür zu setzen. Die Schweinegrippe ist mal wieder ein gefundenes Fressen für die sensationsgeile Presse – bis die nächste Bank pleite geht…
Die WHO scheint mir auch schon seltsam sehr früh von einer Pandemie-Gefahr gesprochen zu haben. Die Regierungen machen auch fleißig mit, und fordern „drastische Maßnahmen“. (Ich warte noch auf einer globalen Schweingegrippe-Datei als Lösung, in der sämtliche Schritte jeden Einzelnen gesperichert werden…)
Dabei ist bis jetzt ist die Verbreitung des Virus eigentlich noch gering. Die Ausbreitung würde bei einer normalen Grippe wohl auch nicht anders verlaufen. Oh Gott, Reisende aus Mexiko haben sich infiziert – und bis auf einen Fall haben sie anscheinend nichtmal andere in ihren Heimatländern angesteckt. Witzig ist auch, es war schon seltsam, das es in Mexiko ca. 159 Todesfälle geben sollte, in den anderen Ländern zwar auch Fälle auftraten, welche aber alle glimpflich verliefen -warf doch einige Fragen auf, außerhalb Mexikos starb bis jetzt nur ein 23 jähriges mexikanisches Kind in Texas. Die bestätigten Todesfälle in Mexiko wurden von der WHO nun auf grandiose 7 runtergesetzt.
Dabei wurde doch zuerst hervorhehoben, wie aggressiv doch das Virus sei, und auch junge & gesunge Menschen werden krank.
Ich finde es auch nett vom Virus, dass das Medikament gegen Vogelgrippe, Tamiflu, auch dagegen helfen soll, womit sich nun alle mitsamt Atemschutzmasken eindecken, wofür die Regierungen Tausende von Euros ausgeben wollen. Den Herstellern wird’s freuen, vielleicht ist es auch ein Konjunktur-Paket für die Pharmaindustrie…
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28. April 2009

Neue Vielseitigkeit der Kartoffelpower

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:07
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Und weiter geht’s im Politiktheater. Die Agrarministerin Aigner, die neulich diesen genveränderten Mais wegen einer „Gefahr für Mensch und Umwelt“ verboten hat, hat nun den Anbau der Genkartoffel Amflora der Firma BASF in Deutschlang erlaubt, ein Freisetzungsversuch auf 20 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern – ursprünglich waren 150 Hektar geplant.

Es seien keine Gefahren für Umwelt und Gesundheit erkennbar.

Ist doch mal eine interessante Begründung, im Gegensatz zur Anbau-Entscheidung des Genmais.

Die Kartoffel enthält eine genveränderte Stärke, und soll industriell und nicht als Lebensmittel genutzt werden – z.B. zur Herstellung von Garn & Papier.

Auch Greenpeace kritisierte die Entscheidung. „Genpflanzen, welche die menschliche Gesundheit gefährden können, sollten nicht angebaut werden“, sagte Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin der Umweltorganisation. Die Genkartoffel enthalte ein Antibiotikaresistenzgen, das die Wirksamkeit von lebenswichtigen Antibiotika gefährden könne. „Ministerin Aigner sollte diese Gefahren ernst nehmen und nicht versuchen, auf diesem Weg die Wogen in der CDU zu glätten, die ihr Verbot des Genmaises verursacht hat“, so Töwe.

Jo, ich bin kein Experte, und stehe der Sache „nur“ mit hoher Skepsis gegenüber. Auch hier treffen wieder 2 Welten aneinander. Die Ausführungen von Greenpeace sehen mal wieder ganz anders aus. Oder ist die Antibiotikaresistenz so unwichtig, weil die Zuchttiere auch häufig Antibiotika im Futter haben – und statt Verbesserung lieber eine Stufe höher gegangen wird?
Ich weiß auch nicht, wie bedeutend dies Resistenz ist – soll die Kartoffel angeblich nicht als Nahrung zum Einsatz kommen, aber besteht nicht auch die Gefahr, das sie sich – wie auch der Genmais – unkontrolliert verbreiten, und mit den anderen Kartoffelpflanzen kreuzen können?

Aber lustigerweise zeigt sich in diesem Zeit-Artikel, welche Rolle das Geld bei solchen Entscheidungen trifft.

Vor allem Bundesforschungsministerin Annette Schavan macht Front gegen das Verbot. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor wenigen Tagen vor zu starken Vorbehalten gegen die grüne Gentechnik gewarnt. Zudem hatte die CDU-Vorsitzende auf die finanziellen Folgen für das Unternehmen verwiesen, wenn die beantragten Freilandversuche abgelehnt würden.

Ach und

Ilse Aigner (CSU) will trotz heftiger öffentlicher Diskussionen den Anbau der Genkartoffel Amflora genehmigen. Die von ihr angekündigte Prüfung sei abgeschlossen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Die Prüfungen seien zum Schluss gekommen, dass sich „keine negativen Einflüsse auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt“ ergeben hätten. Vorausgegangen seien Gespräche der Politikerin mit dem Unternehmen BASF, das die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel entwickelt hat. Die Firma habe zugesagt, sich bei der Freisetzung an bestimmte Auflagen zu halten.

Wahrscheinlich kommen die Unersuchungen noch direkt von BASF…

Und als Link noch ein Zeit-Artikel.

Schön zu sehen, wie wahrscheinlich aus eigenen und wirtschaftlichen Interessen die Entscheidungen gefällt werden. Aber da das Hauptaugenmerk der hochqualitativen Medien gerade auf ein ganz anderes Thema liegt, wird die Anbauerlaubnis nicht so publik herumgehen, wie das Verbot vom Genmais.

Meines Erachtens ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der verbotene Genmais in Deutschland wieder erlaubt wird, spätestens von der nächsten Faschisten-Regierung nach der Wahl…

26. April 2009

Ein strahlendes Leben seit 23 Jahren *

Am 26. April 1986 ereignete sich nach einer Kernschmelze und Explosion in einem Kernreaktor die nukleare Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl.

Eigentlich müsste man meinen, das die Menschheit auch nur ein Millimeter dazugelernt hat? Aber klar, dank der Geldgier und die dadurch resultierende Missachtung der Gefahr der Großkonzerne ist RWE daran, in Bulgarien das Atomkraftwerk Belene zu bauen, mitten in einem Erdbebengebiet. Und Umweltschützer machen Druck, wahrscheinlich leider vergebens. Rumänische Wissenschaftler waren auch schon seit 1983(!), das ein Ato9mkraftwerk in dieser Region nicht zu verantworten sei.

Das Atomkraftwerk Belene liegt mitten im Erdbebengebiet an der Grenze zu Rumänien. Dort will der Energiekonzern bei der Errichtung des Atommeilers Cernavoda dabei sein. Dabei hatten selbst sowjetische Wissenschaftler schon 1983 gewarnt, Atomkraftwerke seien in der erdbebengefährdeten Region nicht zu verantworten. Weitere neue Meiler plant RWE außerdem in Großbritannien und im litauischen Ignalina.

Für die nächsten Katastrophen ist gesorgt.

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Tagesschau.de hat heute einen Artikel über die derzeitige Lage im Gebiet um Tschernobyl in der Ukraine veröffentlicht. Die damals nach der Katastrophe auf dem Reaktor gezogene Schutzhülle ist vom Zerfall begriffen und leckt. Eine neue, und dichte, Schutzhülle ist zwar schon lange in Planung, lässt aber noch auf sich warten.
Bitterironisch ist auch die Angst der Bevölkerung, das sie mit der neuen Schutzhülle die Vergünstigungen verlieren, weil sie in einem verschmutzten Gebiet leben.

Die taz veröffentlichte auch einen Artikel, über die Demonstrationen von Atomkraftgegnern und die Angst vor Atomkraft-Ranaissance.

Okay, am Freitag wurde auf arte in Global gegen Ende der Sendung ein Video von Umweltaktivisten in den Niederlanden gezeigt, die als falsche Polizisten den Autofahrern sagen, es sei eine Nuklear-Havarie passiert, und eine Ecke weiter als Clowns verkleidet die Autos mit Staubwedel abputzen sie aufklären, das es nur gespielt war, um über die Gefahr aufmerksam zu machen.
In Deutschland säßen sie wahrscheinlich schon als Gefährder in Guantamo…
Zumal auch die Endlagerung des Atommülls immer ein Problem ist, und ein Atomkraftwerk auch im normalen Betrieb radioaktive Strahlung absondert.
Der Masse hier wird wohl mal wieder egal sein, Hauptsache der Strom ist billig…

23. April 2009

Monsanto klagt

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 00:12
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Wie zu erwarten, hat Monsanto Klage eingereicht. Bleibt also spannend, wie lange es dauert, bis unsere Regierung einknickt

Und passend zu dazu, dass das Anbauverbot gerade publik ist, Im Futter für Milchkühe ist häufig genverändertes Soja. Und das gerade bei den Markenherstellern.
Die taz hat in der Einleitung die Verlogenheit zwischen heile Welt in der Werbung und der Realität auch gut ausgedrückt.

Das Bärchen steht auf einer grünen Almwiese und schüttet frische Alpenmilch in eine Milchkanne. Den drolligen Werbeträger der „Bärenmarke“ kennt wohl jeder – doch die Idylle trüge, sagt Greenpeace. „In den Futtertrögen der Kühe, die die Milch für Bärenmarke geben, landet gentechnisch verändertes Soja aus Südamerika“, erklärt Alexander Hissting, Agrarexperte der Umweltorganisation.

Diese hat sich jeweils vier Höfe vorgenommen, die vier Molkereien beliefern, die Milch im Premiumsegment anbieten: Weihenstephan, Allgäuland, Bärenmarke und Landliebe. In den entnommenen Futterproben der ersten drei genannten Molkereien fanden die beauftragten Labore jeweils gentechnisch verändertes Soja. „Gerade in diesem Hochpreissegment wiegt die Täuschung der Verbraucher besonders schwer“, sagt Hissting. Den Kunden würde in der Werbung und auf den Verpackungen vorgegaukelt, ein regional und naturnah erzeugtes Produkt zu erwerben. „Dafür zahlen sie ja auch mehr“, so der Greenpeace-Experte.

Natürlich behaupten sie, es sei unschlädlich, und nur gentechnischfreies Futter wäre nicht möglich. Laut der Gegenseite sei eine gentechnisch freie Fütterung sehr wohl möglich.

Und wer sich auch gefragt hat, das die ganzen unabhängigen Superexperten behaupten, genveränderte Nahrung sei unbedenklich, hab ich bei diesem Artikel einen interessanten Kommentar gelesen.
Mal voraussetzend, das sie sich die Sendung und Inhalt nicht ausgedacht hat.

16.04.2009 08:31 Uhr:
Von tanja:

Gestern gab es eine Diskussionsrunde im Radio auf NDR Info. Dort hieß es von zwei selbsternannten Experten, Genveränderungen seien völlig unbedenklich, ungefährlich und unsere Zukunft. Es ist naiv und dumm sich davor zu drücken. Werden daurch doch giftige Pestizide überflüssig. Es bestünde keine Gefahr für Rinder oder Bienen. Alle anderen Untersuchungen in denen negative Ergebnisse erzielt wurden, wurden lächerlich gemacht. Und nun kommt’s: Der angeblich unabhängige Experte lobte die US-Firma Monsanto! Alle Attacken auf sie wären reine Neiddebatten. Man gönne der Firma ihren Erfolg nicht. Es bestünde auch keinerlei Gefahr, dass diese Firma zu einem Monopol heranwachsen könne!
(zumal ja schon bekannt geworden ist, dass es in den USA verboten wurde aus dem Mais sein eigenes Saatgut herzustellen. Man ist also verpflichtet das Saatgut von Monsanto zu kaufen.)

Soviel zu einem UNABHÄNGIGEN Experten.

14. April 2009

Das Tier mit Patent

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:13
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Hmm, und weiter geht es, man könnte schon Angst bekommen, vor einigen Tagen erschien in der taz ein Artikel über die Gegner des „Schweinezuchtpatents“ von Mansento. Und heute sind wir nicht ein Schritt näher, sondern schon längst mittendrin.

Eine Recherche von Greenpeace fand 40 Patentanträge, die in den vergangenen zwei Jahren auf ganz konventionelle Nutztierzucht gestellt wurden. „In all diesen Patenten geht es um die Züchtung und nicht um Gentechnik“, sagte die Autorin Ruth Tippe vom Verein „Kein Patent auf Leben“ bei der Vorstellung des Reports am Dienstag in München. Doch der Patentschutz geht über den Zuchtvorgang weit hinaus. Er beinhaltet auch die Tiere selbst.

Im Grunde das, worum es auch in dem Patent für die Schweinezucht von Monsanto geht.

Greenpeace und andere Verbände wollen diesen Mittwoch auch offiziell Einspruch auf das Patent auf Schweinezucht der US-Firma Newsham Choice Genetics einlegen.
Auf eine möglicherweise wegweisende Grundsatzentscheidung der Beschwerdekammer des Patentamts warten sie auch noch – nämlich auf die bereits erteilten Patente auf die Zucht von Brokkoli und Tomaten.

Habe nur ich das Gefühl, das der ganze Irrsinn mit den Patenten nicht mehr als zur Monopolisierung und Abhängigkeit dient…

Genmais – so oder so

Filed under: Politik,Umwelt,Wirres Zeug — mrarkadin @ 23:06
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Der Tagesspiegel hat heute Nacht noch einen Artikel veröffentlicht, über den genveränderten Mais Mon 810 von Monsanto – die einzige genveränderte Pflanze, welche in der EU angebaut werden darf, allerdings war die Zulassung schon 2007 abgelaufen, sie stellt sein eigenes Gift her, welches nur gegen den Schädling Maiszünsler wirken, und für andere Insekten/Tiere & Mensch ungefährlich sein soll.
Unter anderem ist interessant – um seine Interessen durchzusetzen – Länder, welche den Anbau verbieten, werden einfach von Monsanti verklagt, sogar die EU-Kommission will in Österreich & Ungarn das Verbot verbieten.

Agrarstaatssekretär Gert Lindemann gab in der „Süddeutschen Zeitung“ allerdings zu bedenken, dass es schon einen „handfesten Grund“ brauche, um den Anbau von Mon 810 zu verbieten. Als vor zwei Jahren ein temporäres Anbauverbot verhängt worden sei, habe der Konzern umgehend Klage erhoben. Der Streitwert habe bei vier Millionen Euro gelegen, sagte Lindemann weiter. Auf der anderen Seite haben Frankreich, Österreich und Ungarn schon vor Jahren den Anbau von Mon 810 wegen Bedenken gegen die Sicherheit der Pflanze verboten. Gegen Frankreich hat Monsanto geklagt; es gibt jedoch noch kein Urteil. Gegen Österreich und Ungarn ist Monsanto dagegen bisher nicht vorgegangen, dafür versucht die EU-Kommission in regelmäßigen Abständen den beiden Ländern das Anbauverbot zu verbieten – bisher ohne Erfolg.

Auch stehe nicht nur ich dem sehr skeptisch gegenüber – es ist nicht bekannt, ob es gesundheitsschädigende Auswirkungen / Langzeitschäden gibt, laut Greenpeace wirke das Gift auch gegen andere Insekten, ob es auch negative Auswirkungen auf die Tiere/Umwelt gibt, Bienen können auch durch die Pollen des Genmais den Honig verunreinigen. Auch – was erstmal gesäht ist, kann sich auch mehr oder weniger unkrontrolliert ausbreiten.
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